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Ein Tag, an dem am Sarabong die Lichter ausgehen, Jejus Erdumwelt-Festival

편집부·Veröffentlicht 2026-04-16 13:05 KST
Die Stadt Jeju veranstaltet am 18. Mitmachaktionen zur Kreislaufwirtschaft und eine abendliche Lichtabschaltung
Abend rund um den Sarabong in Jeju, wo das Festival stattfindet
Abend rund um den Sarabong in Jeju, wo das Festival stattfindet / ⓒ Breath Journal

Die Stadt Jeju veranstaltet am 18. rund um den Sarabong das „Erdumwelt-Festival 2026". Die Veranstaltung ist auf den Tag der Erde am 22. abgestimmt, und die Mitmachaktionen zur Kreislaufwirtschaft am Tag und die Lichtabschaltung am Abend teilen den Tag in zwei Hälften. Bis zur Eröffnung bleiben zwei Tage.

Die Mitmachaktionen zur Kreislaufwirtschaft kommen dem nahe, den Vorgang, mit dem einmal benutzte und weggeworfene Dinge wieder in einen brauchbaren Zustand zurückversetzt werden, in die Hand zu geben. Dass die glatte Oberfläche einer PET-Flasche und die raue Faser von Papier auf verschiedenen Wegen auseinandergehen, sortiert man hier selbst, statt es erklärt zu bekommen. Der Griff, an den sich die Hand erinnert, bleibt länger als der Satz auf der Hinweistafel.

Am Abend gehen die Lichter aus. In den wenigen Minuten, in denen die Lampen erloschen sind, verschwimmen die Umrisse der Stadt unterhalb des Oreum, dafür treten das Geräusch des Windes in den Kiefernzweigen und das Rauschen des Meeres weiter unten deutlicher hervor. Zum Tag der Erde am 22. finden landesweit Lichtabschaltungen statt, und Jeju erprobt vier Tage davor auf dem Oreum eine Praxis derselben Art.

Der Sarabong ist ein niedriger Hügel zwischen der Innenstadt von Jeju und dem Meer. Er ist seit langem für den Sonnenuntergang bekannt und ist heute auch ein Spazierweg, den die Leute aus der Nachbarschaft morgens und abends hinauf- und hinuntergehen. Dass er ein Hang des Alltags war, bevor er ein Name unter den Sehenswürdigkeiten wurde, berührt sich mit dem Grund, warum diese Veranstaltung hier stattfindet.

Auf einer Insel kann Umwelt schwer eine bloße Empfindung bleiben. Weder Müll noch Wasser noch Strom lassen sich wie auf dem Festland nach außen abfließen, und so kehrt die Grenze der Entsorgung als Grenze des Alltags zurück. In der Entscheidung, die Kreislaufwirtschaft in der Form eines Festivals zu behandeln, sind diese Umstände enthalten.

Zur Zeit der Lichtabschaltung, wenn die Lichter nachlassen, wird das Geräusch des Windes lauter
Zur Zeit der Lichtabschaltung, wenn die Lichter nachlassen, wird das Geräusch des Windes lauter / ⓒ Breath Journal

Zugleich ist die Veranstaltung selbst eine Belastung. Wenn Menschen zusammenkommen, wird der Erdweg des Oreum niedergedrückt, und es bleiben ein Tagesverbrauch an Strom und ein Tagesanfall an Müll. Nur ein Festival, das diese Ungereimtheit, zum Sparen zusammenzukommen und dabei zu verbrauchen, nicht zudeckt, hat einen Grund, auch im nächsten Jahr stattzufinden.

Wer hingeht, ist mit bequemen Schuhen besser beraten. Die Steigung des Oreum ist eher sanft, aber der Weg besteht aus Erde und Steinen, und zur Zeit der Lichtabschaltung wird es unter den Füßen merklich dunkel. Der Abendwind auf Jeju im April kommt geradewegs vom Meer herauf und ist kühler als am Tag.

Die wenigen Minuten mit ausgeschalteten Lichtern lassen sich nicht auf ein Foto übertragen. Wie dicht diese Dunkelheit ist und welches Geräusch die Stadt dann macht, lässt sich nur feststellen, indem man am Abend des 18. am Hang des Sarabong steht.

Veranstaltungsinformationen
Datum: Samstag, 18. April 2026
Ort: Umgebung des Sarabong, Jeju
Veranstalter: Stadt Jeju

Redaktion · Breath.Culture

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