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Chinas Kohlestrom bei 49,7 Prozent, im Halbjahr erstmals unter 50 Prozent

김범수·Veröffentlicht 2026-07-30 08:21 KST
Erneuerbare steigen auf 41,2 Prozent…Südkoreas Kohleanteil liegt bei 28,7 Prozent
Chinas Kohlestromanteil im ersten Halbjahr ist erstmals unter 50 Prozent gefallen
Chinas Kohlestromanteil im ersten Halbjahr ist erstmals unter 50 Prozent gefallen / ⓒ Breath Journal

Der Anteil der Kohlekraft an Chinas Stromerzeugung ist im ersten Halbjahr dieses Jahres auf 49,7 Prozent gesunken. Nach der Erhebung der chinesischen Nationalen Energiebehörde (国家能源局) lag die Kohlestromerzeugung von Januar bis Juni bei 2,5 Billionen kWh. Dass der Wert in einem Halbjahr unter 50 Prozent liegt, ist zum ersten Mal der Fall. Im selben Zeitraum erreichte die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien fast 2 Billionen kWh und machte 41,2 Prozent des Gesamtwerts aus.

Bei den Anlagen ist die Veränderung deutlicher. Wind- und Solaranlagen zusammen kamen im ersten Halbjahr auf 1,95 Milliarden kW, 16,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der von beiden Quellen erzeugte Strom lag über 1,2 Billionen kWh. Ein Viertel des gesellschaftlichen Stromverbrauchs in China deckten diese beiden ab.

China ist der weltgrößte Emittent.

Die IEA schätzte Chinas Kohleanteil an der Stromerzeugung für 2024 auf rund 60 Prozent. Da sich die Zahlen von denen der Nationalen Energiebehörde sowohl in der erhebenden Stelle als auch im Jahr unterscheiden, lassen sie sich schwer nebeneinanderstellen. Dass die Entwicklung dennoch in eine Richtung geht, zeigen beide Zahlen gemeinsam.

In der IEA-Erhebung für 2024 lag Südkoreas Kohleanteil an der Stromerzeugung bei 28,7 Prozent. Japan kam auf 26,1 Prozent, die USA auf 16 Prozent, die EU auf 11 Prozent. Unter den großen Wirtschaftsräumen gehört Südkorea zu denen mit hoher Kohleabhängigkeit.

Das Ziel der Regierung für die kumulierte installierte Leistung erneuerbarer Energien bis 2030 liegt bei 100 GW. Es setzt sich aus 87 GW Solar, 9 GW Wind und weiteren 4 GW zusammen. Nach der Analyse des KDI müssen für dieses Ziel pro Halbjahr im Schnitt mehr als 6,8 GW neu installiert werden.

In den vergangenen 5,5 Jahren waren es 1,7 GW je Halbjahr. Das heißt, es muss etwa das Vierfache geleistet werden.

Bis 2030 sind 6,8 GW je Halbjahr nötig, das Vierfache der bisherigen Leistung
Bis 2030 sind 6,8 GW je Halbjahr nötig, das Vierfache der bisherigen Leistung / ⓒ Breath Journal

Nach Energiequellen aufgeschlüsselt wird der Abstand größer. Bei Solar ist das 3,6-Fache der bisherigen Leistung gefordert, bei Wind das Zehnfache. Auch wenn das Ziel von 9 GW Wind klein wirkt, ist die tatsächliche Last schwerer als bei Solar.

Es ist auch nicht so, dass kein Geld geflossen wäre. Die Kosten für die Erfüllung der RPS-Pflicht betrugen allein im Jahr 2025 4,5 Billionen Won. Seit der Einführung des Systems 2012 erreichen die kumulierten Abrechnungsbeträge rund 28 Billionen Won.

Nach Schätzung des KDI lag der gesellschaftliche Nutzen je Won Subvention 2020 bei Solar bei 1,33 Won und bei Onshore-Wind bei 1,18 Won. Ohne den Lerneffekt sinken die Werte auf 0,89 Won und 0,80 Won. Im selben Jahr lagen die USA bei Solar bei 3,50 Won und bei Wind bei 5,21 Won.

Allein mit höheren Subventionen lässt sich diese Lücke nicht schließen. Auch wenn Kraftwerke gebaut werden, verzögert sich der Anschluss, wenn das Übertragungsnetz nicht ausreicht, und nach dem Anschluss folgt die Abregelung. Schwanken die Preise für SMP und REC, fällt es der Finanzbranche schwer, Kapital bereitzustellen. Die Engpässe liegen stärker beim Transport und bei der Preisbildung des Stroms als bei seiner Erzeugung.

Am 30. veranstalteten die Koreanische Gesellschaft für Umweltökonomie (한국환경경제학회) und die Koreanische Akademie der Ingenieurwissenschaften (한국공학한림원) gemeinsam in der Korean Chamber of Commerce and Industry (대한상공회의소) im Seouler Bezirk Jung-gu das „Politikforum zur Wasserstoff-Sektorkopplung für den Sprung der erneuerbaren Energien". Die Grundsatzpräsentation übernahm Yoo Jong-min, Professor an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Hongik-Universität. Wie mit dem Strom aus Zeiträumen mit Überschuss umzugehen ist, war die Achse der Diskussion.

Chinas Kurve hat sich nicht durch eine einzelne Entscheidung gebogen. Das Land baute die Anlagen weiter aus und schuf zugleich Orte, an denen dieser Strom verbraucht wird. Auch Südkoreas Halbjahreszahlen wachsen nur auf dieselbe Weise.

Zu Hause gibt es eine Sache, die sich sofort ausprobieren lässt. Waschmaschine, Geschirrspüler und das Laden des Elektroautos in die Mittagsstunden zu verlegen, in denen die Solarleistung hoch ist. Das hält nach und nach Strom fest, der sonst verloren gegangen wäre, und auch die Rechnung sinkt entsprechend.

Kim Beom-su, Reporter · Breath.Earth

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