
POSCO Holdings hat am 25. des vergangenen Monats den „Nachhaltigkeitsbericht 2025" vorgelegt. In diesen Bericht ist erstmals ein konzernweit geltendes einheitliches ESG-Offenlegungssystem eingeflossen. Die Offenlegungsposten und die Methoden der Datenerhebung im Konzern wurden damit zum ersten Mal standardisiert, betroffen sind die sieben konsolidierten Geschäftsgesellschaften POSCO, POSCO International, POSCO E&C, POSCO Future M, POSCO DX, POSCO Steeleon und POSCO M-Tech.
Ende Juni bis Anfang Juli ist die Zeit, in der sich die Veröffentlichung von Nachhaltigkeitsberichten koreanischer Unternehmen häuft. Die Veröffentlichung selbst ist längst keine Seltenheit mehr. Das Interesse hat sich auf die Frage verlagert, ob sich die Kennzahlen der einzelnen Unternehmen mit demselben Maßstab lesen lassen.
Wenn Muttergesellschaft und Konzerngesellschaften jeweils eigene Berichte vorlegen, weichen selbst bei denselben Posten der Berechnungsumfang und der Erhebungszeitpunkt leicht voneinander ab. Das ist der Grund, warum eine Summierung auf Konzernebene oder ein Vergleich nach Jahren schwierig wird. POSCO Holdings hat vor den einzelnen Leistungszahlen zuerst die Definition der Posten und die Erhebungsregeln überarbeitet.
Für die Auswahl der zentralen Themen wurde die „doppelte Wesentlichkeitsanalyse" genutzt. Es handelt sich um eine Methodik, die die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft und die Auswirkungen externer Nachhaltigkeitsfaktoren auf die Finanzlage des Unternehmens zusammen betrachtet und daraus die wesentlichen Themen auswählt. Die sieben Geschäftsgesellschaften führten die Bewertung jeweils nach denselben Kriterien durch, danach wurden die Ergebnisse aus Konzernsicht zusammengeführt und die zentralen ESG-Themen festgelegt.
Der Bericht teilt die ermittelten Themen in zentrale und allgemeine ein. Zu den als zentral eingestuften Themen beschrieben die Holding und die sieben Geschäftsgesellschaften einheitlich die vier Bereiche Governance, Strategie, Risikomanagement sowie Kennzahlen und Ziele. Damit wurde die Form so festgelegt, dass acht Gesellschaften dieselben Themen im selben Rahmen darstellen.
Auch das interne Kontrollsystem zur Erhöhung der Verlässlichkeit der Offenlegungsinformationen wurde überarbeitet. Der zugleich neu geschaffene „ESG-Ambassador" ist eine Einheit aus Fachkräften der Bereiche Klimaneutralität, Sicherheit und Finanzen, die von der Planungsphase des Berichts über die Datenermittlung bis zur Prüfung am gesamten Prozess beteiligt ist. Das liest sich als Konstruktion, die den Abstand zwischen der Abteilung, die die Daten erzeugt, und der Abteilung, die den Bericht schreibt, verringern soll.
Bei externen Bewertungen erhielt POSCO Holdings im vergangenen Jahr im MSCI ESG Rating die Note A, im ISS ESG Quality Score in den Bereichen Soziales und Unternehmensführung die Stufe 1 und beim Korea Institute of Corporate Governance and Sustainability (한국ESG기준원) die Gesamtnote A+. Im Bereich „gerechter Übergang" der World Benchmarking Alliance stand das Unternehmen als einziges koreanisches Unternehmen auf der Liste der ausgezeichneten Unternehmen. Veränderungen gegenüber der jeweils vorherigen Bewertungsstufe sind in dieser Veröffentlichung nicht enthalten.
Der vom Bericht übernommene Offenlegungsstandard sowie Umfang und Grad der Prüfung durch Dritte gehen aus dieser Veröffentlichung nicht hervor. Die Vergleichbarkeit von Leistungszahlen wie Emissionsmengen oder Reduktionszielen lässt sich erst prüfen, wenn diese beiden Punkte geklärt sind. Ob das einheitliche System wirksam ist, zeigt sich daran, ob in der Ausgabe des kommenden Jahres dieselben Posten mit derselben Definition fortgeführt werden.
Die Berichte von POSCO Holdings, POSCO Future M, POSCO DX, POSCO Steeleon und POSCO M-Tech stehen auf der Website der Holding (www.posco-inc.com). Die übrigen drei, POSCO, POSCO International und POSCO E&C, haben den 30. Juni als Veröffentlichungstermin angekündigt.
