
Am Ufer des Taehwa-Flusses in Ulsan findet das Maduhui-Fest statt. Pünktlich zum Dano-Tag wird am Fluss wieder das Tauziehen ausgetragen, das um eine gute Ernte bittet. Der seit dreihundert Jahren überlieferte Brauch ist auch in diesem Jahr zur selben Jahreszeit zurückgekehrt.
Im Mittelpunkt des Festes steht das Seil. Das aus Reisstroh gedrehte Seil fühlt sich in der Handfläche rau an, und der Geruch von trockenem Gras mischt sich in den Flusswind und zieht niedrig über die Uferwiese. In dem Moment, in dem von beiden Seiten Kraft darauf wirkt, spannt sich das Seil und gibt ein Knarren von sich.
Das Tauziehen war ein Spiel, das über Sieg und Niederlage entscheidet, und zugleich ein Ritual, das um die Ernte des Jahres bittet. Das Dorf teilt sich in Parteien, und die Menschen der geteilten Parteien fassen dasselbe Seil an. Diese Wiederholung, sich zu trennen und dann wieder die Hände an ein Seil zu legen, ist der Kern des Brauchs.
Zur selben Jahreszeit findet in Jain in Gyeongsan das Jain-Dano-Fest statt, in Taebaek das Dano-Fest am Hwangji-Teich. Das Dano, das am Ufer des Teichs begangen wird, aus dem das erste Wasser des Nakdong-Flusses quillt, und das Dano, bei dem auf der Uferwiese am Fluss am Seil gezogen wird, haben einen unterschiedlichen Charakter. Die Gegebenheiten des Landes, Wasserlauf und Feld, haben die Gestalt der Rituale getrennt.
Wenn ein jahreszeitliches Ritual in den Terminkalender rückt, bleibt leicht das Spiel übrig und das bittende Herz wird dünner. Umgekehrt reißt ein Brauch, der nicht auf die Bühne kommt, still ab, während die Zahl derer abnimmt, die sich an ihn erinnern.

Solche Veranstaltungen sind deshalb ein touristisches Angebot und zugleich ein Ort der Überlieferung. Die Hände, die das Seil drehen, die Dorforganisation, die die Parteien aufstellt, und die Abfolge des Rituals am Wasser werden einmal im Jahr körperlich wiederholt. Es ist auch eine Art, in der sich die örtliche Gemeinschaft ihrer selbst vergewissert.
Genaue Termine, Preise und ob eine Anmeldung nötig ist, prüft man besser in den Hinweisen der jeweiligen Kommune, bevor man aufbricht. Alle drei Orte liegen an Flüssen und am Wasser. Da man lange am Wasser entlanggeht, lohnt es sich, an Schuhe und Schatten zu denken.
Die Zeit, in der am Seil gezogen wird, ist kurz. Für diese kurze Zeit sammeln sich am Flussufer mehrere Tage, an denen Stroh gedreht und die Parteien aufgestellt werden.
Veranstaltungsinformationen
Zeit: Dano-Zeit
Ort: Umgebung des Taehwa-Flusses in Ulsan / Jain in Gyeongsan / Hwangji-Teich in Taebaek
