
Die Sonne sinkt hinter den Berg und färbt die Unterseite der Wolken orange, der Himmel darüber ist noch tiefblau. Das Feld setzt sich aus grünen Reisfeldern und umgepflügten, erdfarbenen Äckern wie ein Flickenteppich zusammen, ein weißer Feldweg teilt sie und läuft in die Bildtiefe. Das nächstgelegene Windrad stellt seinen Mast mitten in ein Reisfeld, dahinter reihen sich Masten derselben Form bis zu den nebligen Berghängen.
Auffällig ist, dass diese Maschinen das Land nicht leer gemacht haben. Der Mast steht auf nicht mehr als einem kleinen Kreis, ringsum wird das Reisfeld weiter bewässert und treibt Grün hervor. Anders als bei der Bauweise, bei der für ein Kraftwerk Dörfer verlegt und Berge abgetragen wurden, teilen sich hier Reis und Strom dasselbe Feld.
Der Wind zog ursprünglich einfach über dieses Feld hinweg. Die Luftströmung, die der Temperaturunterschied zwischen Bergen und Meer erzeugt, gehört niemandem, sie muss nicht verbrannt und nicht abgebaut werden. Während drei Flügel diese Strömung fassen und sich drehen, steht kein Schornstein und bleibt keine Asche zurück.
Natürlich haben auch diese Flügel eines Tages ihre Lebensdauer erreicht, und wie die dann übrig bleibenden riesigen Bauteile zurückgeführt werden, ist die nächste Aufgabe. Trotzdem ist die Richtung, die dieses Foto zeigt, klar. Es geht nicht darum, was neu ausgegraben wird, sondern darum, wie das bereits Fließende aufgenommen und genutzt wird.
Sieht man das Foto noch einmal an, bemerkt man, dass der Schatten des vordersten Masts nicht lang über dem Reisfeld liegt. In der Stunde des tief liegenden Lichts stützen sich auf jenem Feld das Abendessen und die Lampen auf denselben Wind.
