
Die 4. UN-Ozeankonferenz 2028 findet in Busan statt. Das Auswahlkomitee für die Gastgeberstadt hielt am 10. nachmittags in Seoul seine zweite Sitzung ab und wählte die Metropole Busan als Gastgeberstadt. An der Ausschreibung nahmen mit Busan und der Provinz Jeju (제주특별자치도) zwei Bewerber teil. Jeju wurde nicht ausgewählt.
Das Bestätigungsverfahren steht noch aus. Wenn das Vorbereitungskomitee der 4. UN-Ozeankonferenz unter Vorsitz des Ministerpräsidenten den Beschluss fasst, steht die Gastgeberstadt fest. Auch in die Modalitätenresolution (Modalities Resolution), die die UN-Vollversammlung zum Jahresende verabschieden wird, wird der Ortsname Busan aufgenommen.
Das Auswahlkomitee beschloss zugleich, vorzuschlagen, einen Teil der mit der Konferenz verbundenen Vorveranstaltungen und Sonderveranstaltungen 2027 und 2028 auf Jeju auszurichten.
Zum Gastgeberland wurde Korea im Dezember 2025 auf der UN-Vollversammlung. Die UN-Ozeankonferenz findet alle drei Jahre statt, um die Umsetzung von Ziel 14 der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) zu überprüfen. Ziel 14 steht dafür, die Umwelt und die Ressourcen des Meeres zu schützen und sie dabei nachhaltig zu nutzen.
Im Bereich der Meere gibt es keine internationale Konferenz von größerem Umfang und höherem Rang. Die vorangegangene dritte Konferenz fand 2025 im französischen Nizza statt.
Der Umfang unterscheidet sich von üblichen internationalen Konferenzen. Das Ministerium für Meere und Fischerei erwartet, dass insgesamt rund 20.000 Vertreter der 193 UN-Mitgliedstaaten sowie internationaler Organisationen und Nichtregierungsorganisationen nach Busan kommen. Als Zeitpunkt der Konferenz ist der Juni 2028 vorgesehen.

Die Regierung hat eine Vorbereitungsstelle eingerichtet. Das Ministerium für Meere und Fischerei rief die ressortübergreifende gemeinsame „Planungsgruppe zur Vorbereitung der UN-Ozeankonferenz“ ins Leben und hielt am 3. die Einweihung ab. Hwang Jong-woo, Minister für Meere und Fischerei, erklärte, man werde die Konferenz gemeinsam mit der Stadt Busan und den beteiligten Institutionen vorbereiten.
Als Grund für die Wahl Busans nannte das Auswahlkomitee die Voraussetzung, dass Meeresindustrie, Forschung und Ausbildung an einem Ort versammelt sind, sowie den Bezug zum Anliegen der Konferenz. So erläuterte es Choi Dong-ju, der Vorsitzende des Auswahlkomitees, nach der Sitzung.
Die Bekanntgabe des Austragungsortes ist erst der Anfang.
Die Konferenz ist ein Treffen, auf dem die Länder gegenseitig prüfen, wie weit sie Ziel 14 der SDG umgesetzt haben. Unter den 20.000 Menschen, die sich im Juni 2028 im Konferenzort Busan versammeln, muss Korea als Gastgeberland Ergebnisse vorweisen. Die verbleibende Zeit beträgt knapp zwei Jahre. Bis dahin muss es Ergebnisse sammeln, die zeigen, was und wie viel sich im Meer verändert hat.
Die Korea Marine Environment Management Corporation (해양환경공단) führt im August einen Monat lang an den wichtigsten Badestränden des Landes die Mitmachkampagne zur Kreislaufführung von Meeresplastik „Blaue Gewohnheit, die das Meer schützt, RE:BLUE“ durch. Sie wurde am 8. am Strand von Sokcho eröffnet und geht am 15. mit Haeundae und Songjeong in Busan, am 22. mit Daecheon in Boryeong und am 29. mit Eurwangni in Incheon weiter. Jeden Samstag läuft der erste Teil von 12 bis 14 Uhr, der zweite Teil von 16 bis 18 Uhr. Vorstandsvorsitzender der Körperschaft ist Kang Yong-seok.
Am Samstag in fünf Tagen zieht die Kampagne nach Haeundae und Songjeong. Der Zustand des koreanischen Meeres, auf den die Welt im Juni 2028 blicken wird, hat mit den Teilchen zu tun, die auf jenem Sand aufgesammelt werden. Die internationale Konferenz findet in zwei Jahren statt. Das Meer liegt auch an diesem Wochenende unverändert da, und die nötige Zeit beträgt zwei Stunden.
