
Beim Schälen werden die Fingerspitzen nass. Das Klebemais-Festival im Gangwon-Kreis Hongcheon wurde am 17. Juli eröffnet. Es ist eine Sommerveranstaltung, die seit dreißig Jahren stattfindet.
Klebemais ist eine arbeitsintensive Feldfrucht. Mehrere Lagen grüner Hüllblätter müssen zurückgeschlagen werden, bis die hellen Körner freiliegen, und die fadenförmig verfilzten Narbenfäden bleiben an der Handfläche kleben und lösen sich nur schwer. Der Mais wird in einem großen Kessel gekocht, die Körner werden Reihe für Reihe abgelöst und gegessen.
Im Namen des Festivals steht die Feldfrucht selbst.
Dass eine Mitte der 1990er Jahre begonnene Veranstaltung nun dreißig Jahre erreicht hat, bedeutet, dass diejenigen, die das Feld bestellten, deren Kinder und deren Enkel denselben Sommer je dreimal durchlaufen haben. Einige von denen, die damals den ersten Kessel aufsetzten, kommen inzwischen nicht mehr aufs Feld. In dieser Zeit reifte der Mais jedes Jahr zur selben Zeit, und das Dorf rief zur selben Zeit die Menschen zusammen. Wiederholung schafft ein Ritual.
Als Weg, auf dem ein regionales Festival lange überlebt, werden häufig große Bühnen und bekannte Sängerinnen und Sänger genannt. Festivals, die dreißig Jahre lang vom Glanz der Bühne getragen wurden, sind selten. Umgekehrt gibt es im Dorf auch die Sorge, dass der Grund für einen Besuch von außen schwindet, wenn nur die Landwirtschaft in den Vordergrund gestellt wird. Beide Erzählungen prallen Jahr für Jahr erneut aufeinander.
Was das Festival bewahrt hat, sind nicht allein Zubereitungsweise oder Sorte. Auch die alten Absprachen des Dorfes darüber, wer wann pflanzt und wann erntet, wer den Kessel aufsetzt und wer die Hüllblätter schält, laufen mit. Solche Absprachen werden nicht schriftlich festgehalten. Fällt ein Mensch aus, verschwinden sie mit ihm.
Mitte Juli ist der Mais in Hongcheon am reifsten. Von der Straße aus sieht man die Felder unmittelbar, und man hört, wie der Wind zwischen den Stängeln hindurchzieht. Es empfiehlt sich, vor dem Betreten des Festivalgeländes einmal an diesen Feldern vorbeizugehen. Mais schmeckt etwas anders, wenn man beim Essen weiß, wo der Geruch aus dem Kessel begonnen hat.
Veranstaltungsinformationen
Termin: Eröffnung am 17. Juli 2026
Ort: Hongcheon, Gangwon
