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Das nach 1300 Jahren geöffnete Innere der Holzpagode von Hwangnyongsa

편집부·Veröffentlicht 2026-06-16 18:12 KST
Die Sonderausstellung 'Hwangnyongbongbul' des Nationalmuseums Gyeongju zeigt erstmals das Reliquiarensemble, das die im Feuer verschwundene Pagode barg
Auf dem Gelände, auf dem die Holzpagode stand, sind nur die Sockelsteine geblieben
Auf dem Gelände, auf dem die Holzpagode stand, sind nur die Sockelsteine geblieben / ⓒ Breath Journal

Das Nationalmuseum Gyeongju zeigt in der Sonderausstellung 'Hwangnyongbongbul' erstmals das Reliquiarensemble (사리장엄구) der Holzpagode von Hwangnyongsa in Gyeongju. Es sind Gegenstände, die 1300 Jahre lang niemandem vor Augen kamen, nachdem die Pagode im Feuer verschwunden war. Ausstellungsdauer und Eintrittspreise werden über eine Mitteilung des Museums festgelegt.

Die Pagode von Hwangnyongsa war ein aus Holz errichteter Turm, und dieses Holz verlor in den Flammen seine Gestalt. Das in der Mitte der Pagode niedergelegte Reliquiarensemble bestand aus Metall und hielt dieser Hitze stand. Die Ausstellung stellt das Erhaltene hinter Glas und gibt den Besuchern Zeit, es in Ruhe zu betrachten.

Nach der Ausstellung lohnt sich der Weg zur Tempelstätte Hwangnyongsa-ji. Im Frühjahr wächst dort Gras, im Winter legt sich das trockene Gras im Wind. Die Sockelsteine sind kalt, wenn man sie berührt, und nach Regen hält sich der Geruch nasser Erde lange.

Das Reliquiarensemble war kein Gegenstand, der zur Betrachtung hergestellt wurde. Die Erbauer der Pagode wählten aus, was sie für das Kostbarste hielten, und legten es hinein, und auch nach dem Einsturz der Pagode blieb es an seinem Platz. Was die Ausstellung zeigt, liegt näher an dieser bewahrten Zeit als an einer Liste von Objekten.

Eine Öffnung heißt auch, die Objekte dem Licht und der Luft zu überlassen. Je länger sie verborgen bleiben, desto sicherer sind die Gegenstände, doch unsichtbare Objekte geraten still aus dem Gedächtnis der Menschen. Wo dabei das Gleichgewicht liegt, ist die eigentliche Schwierigkeit solcher Ausstellungen, und auch das Museum legt dazwischen Dauer und Bedingungen fest.

In Gyeongju ist Hwangnyongsa der Name einer Tempelstätte und zugleich ein alter Hintergrund des Alltags in der Region. Es gibt Menschen, die auf dem Schulweg oder beim Abendspaziergang über dieses leere Feld gekommen sind. Für sie wird diese Öffnung dazu, nachzusehen, was in dem Boden lag, an dem sie stets vorbeigingen.

Den Besuch plant man besser, nachdem die Mitteilung des Museums erschienen ist. Der Titel der Ausstellung lautet 'Hwangnyongbongbul', der Ort ist das Nationalmuseum Gyeongju. Weitere Einzelheiten zum Zeitplan hat das Museum nicht mitgeteilt.

Wer den Ausstellungsraum verlässt, kann bis zu dem Gelände gehen, auf dem die Holzpagode stand. Das Reliquiarensemble hinter Glas und die Sockelsteine der Tempelstätte stammen aus derselben Pagode.

Veranstaltungsinformationen
Ausstellung: Sonderausstellung 'Hwangnyongbongbul' des Nationalmuseums Gyeongju
Ort: Nationalmuseum Gyeongju
Gezeigte Objekte: Reliquiarensemble der Holzpagode von Hwangnyongsa in Gyeongju
Termin und Eintritt: durch Mitteilung des Museums festgelegt

Redaktion · Breath.Culture

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