
Das von der Provinz Gyeonggi veranstaltete „2026 DMZ OPEN Festival“ findet in diesem Jahr von September bis November in der Grenzregion statt. Das Motto lautet „Die Linie öffnen, das Leben verbinden“. Über drei Monate hinweg werden Musik, Ausstellungen und Friedensprogramme auf den Boden nahe der Grenzlinie gelegt.
Das Festival ist aus Musik, Ausstellungen und Friedensprogrammen zusammengesetzt. Musik, die Klänge hören lässt, Ausstellungen, die das Auge lange festhalten, und Friedensprogramme, die das Thema der Teilung direkt behandeln, bilden das Gerüst. Auf die genaue Zusammenstellung und die Mitwirkenden muss man noch warten.
Wenn man sich die Beschaffenheit der Grenzregion vergegenwärtigt, lässt sich erahnen, warum dieses Vorhaben eine heikle Sache ist. Drahtzäune, auf denen sich Rost rot ausgebreitet hat, Betonwachposten, denen Wind und Regen die Farbe genommen haben, trockenes Silbergras, das bis an die Knöchel reicht. Wenn der Herbst tiefer wird, streift dieses Silbergras aneinander und gibt den ganzen Tag ein leises Geräusch von sich.
Darauf eine Bühne zu errichten, heißt auch, die Stille zu verwenden. Es ist eine Stille, die geblieben ist, weil hier lange keine Menschen mehr hinkamen, und in dem Moment, in dem das Publikum eintritt, wird diese Stille nach und nach dünner. Wenn das Festival sagt, es wolle die Grenze in einen Durchgang verwandeln, fällt die Rechnung der verändernden Seite und der bewahrenden Seite nicht gleich aus.
Dennoch hat auch die Entscheidung, dieses Land nur verschlossen zu halten, ihren Preis. Für die Menschen, die in der Grenzregion leben, bleibt die Grenzlinie nicht bei einer Vorstellung, sondern wirkt als Bedingung des Alltags, und lange leer gelassenes Land verliert seine Geschichten. Auch der Grund, warum das Festival einen so langen Zeitraum von drei Monaten angesetzt hat, lässt sich hier ablesen.
Wenn eine ganze Jahreszeit im Ganzen genutzt wird, entfernt sich das Publikum ein Stück von Gästen, die aus dem Reisebus steigen, nur Fotos machen und wieder zurückfahren. Der Flusswind im September und der Frost im November zeigen dasselbe Land mit einem anderen Gesicht. Ob die örtliche Gemeinschaft nicht im Hintergrund des Festivals bleibt, sondern als Gastgeberin bestehen kann, wird sich ebenfalls in diesem langen Zeitraum zeigen.
Eintrittspreise, das Reservierungsverfahren und die Orte, an denen die einzelnen Programme stattfinden, sind noch nicht festgelegt. Da die Zugangsbedingungen in der Grenzregion je nach Abschnitt unterschiedlich sein können, ist es besser, sich nach Bekanntgabe des Ablaufs bei den Hinweisen der Veranstalter zu vergewissern und sich dann auf den Weg zu machen. Die beste Zeit für das Silbergras liegt zwischen Ende Oktober und Anfang November, das Flussufer am Morgen um diese Zeit ist auch unabhängig vom Festivalprogramm einen Besuch wert.
Veranstaltungsinformationen
Zeit: September-November 2026
Ort: Grenzregion in Gyeonggi
Veranstalter: Provinz Gyeonggi (경기도)
Eintritt: Angaben im Detail noch nicht veröffentlicht
